Luther: Führung als strategischer Erfolgsfaktor

Wie gelingt es, Partner:innen in einem anspruchsvollen Kanzleiumfeld so zu stärken, dass Führung nicht nebenbei geschieht, sondern den Unterschied für Leistung, Kultur und Zusammenarbeit macht? Die Antwort ist LEAD@Luther – ein Programm, das Führung nicht als Einzelmaßnahme begreift, sondern als kontinuierlichen Prozess: praxisnah, nachhaltig und eng mit dem Kanzleialltag verzahnt.
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Okt. 09, 2025

Ausgangslage 

Luther ist eine der führenden deutschen Wirtschaftskanzleien – mit knapp 800 Mitarbeitenden, darunter 450 Anwält:innen, von denen 150 Partner:innen sind. In den vergangenen Jahren hat sich die Kanzlei enorm entwickelt – sichtbar sowohl in den wirtschaftlichen Kennzahlen als auch in der gestiegenen Reputation und Marktwahrnehmung.

Unter diesen Rahmenbedingungen zeigte sich jedoch eine zentrale Erkenntnis: Um das erreichte Niveau zu stabilisieren und weiteres Wachstum zu sichern, reicht ein Fokus auf exzellente fachliche Expertise und erfolgreiche Mandatsarbeit allein nicht mehr aus. Auch in Wirtschaftskanzleien steigen die Anforderungen an Führung kontinuierlich – sei es durch wachsende Mandantenansprüche, den Wettbewerb um Talente oder die Notwendigkeit, leistungsstarke und resiliente Teams langfristig zu entwickeln und zu binden.

Eine unternehmensweite Umfrage machte dabei deutlich, dass Führung bislang zu stark transaktional geprägt war – zahlengetrieben, mit wenig Raum für Feedback, Entwicklung und gemeinsames Lernen. Für Luther wurde damit klar: Führung muss als strategischer Hebel verstanden und aktiv gestaltet werden.

 

Ziele und Absichten

Die Herausforderung bestand darin, Luther dabei zu unterstützen, Führung als strategischen Hebel in einem anspruchsvollen Kanzleiumfeld zu etablieren – mit dem Ziel, Leistung, Kultur und Zusammenarbeit nachhaltig zu fördern. Dafür durfte Führung nicht als Einzelinitiative oder punktuelles Training verstanden werden, sondern musste als kontinuierlicher Entwicklungsprozess gestaltet werden. Ein Prozess, der Führung als dynamisch begreift – in dem Reflexion und Anwendung Hand in Hand gehen.

Um diese Wirkung zu entfalten, war ein Ansatz gefragt, der vier zentrale Prinzipien vereint:

1. Nachhaltig

Entwicklung darf nicht bei kurzfristigen Impulsen stehenbleiben, sondern muss langfristige Wirkung bei Führungskräften, Teams und der gesamten Organisation erzeugen.

2. Täglich anwendbar

Das Programm sollte so gestaltet sein, dass Führung nicht nur in Trainingssituationen erlernt wird, sondern im Arbeitsalltag unmittelbar angewendet und gelebt werden kann.

3. Praxisnah statt theoretisch

Statt auf starre Modelle zu setzen, braucht es klare Orientierung, die eigenverantwortliches Handeln stärkt.

4. Unternehmensspezifisch

Das Programm muss auf die strategischen und kulturellen Prinzipien von Luther abgestimmt sein und ein gemeinsames Leadership-Framework verankern.

LEAD@Luther: Ein integrierter Entwicklungsprozess

Um ein praxisnahes Programm zu gestalten, das Partner:innen in ihren Führungsrollen stärkt und ein gemeinsames Führungsverständnis aufbaut, entwickelte GOBRAN ein zwölfmonatiges, hybrides Entwicklungsprogramm. Es ist konsequent auf die operative Realität der Partner:innen zugeschnitten und versteht Führung als fortlaufenden Prozess – nicht als einmalige Maßnahme. Die Vermittlung der Inhalte basiert auf Bausteinen, die sich gegenseitig ergänzen und systematisch aufeinander aufbauen. So verbindet das Programm Theorie und Praxis, schafft Raum für Reflexion und verankert Führungsprinzipien nachhaltig im Arbeitsalltag.

Live Kick-off

Der Auftakt-Workshop bildete den inhaltlichen Startpunkt des Programms und schuf eine gemeinsame Basis für alle Teilnehmenden. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung eines gemeinsamen Führungsverständnisses sowie die Reflexion der eigenen Wirkung als Führungskraft. Damit wurde der Grundstein gelegt: Worum geht es im Kern bei Führung – und was bedeutet das für meine persönliche Weiterentwicklung?

Impact360® OnDemand Training

Die OnDemand verfügbaren Einheiten wurden in einem vierwöchigen Rhythmus bereitgestellt, um eine kontinuierliche, aber zugleich gezielte Auseinandersetzung mit den zentralen Führungsthemen zu ermöglichen. Insgesamt umfasste das Programm zehn kompakte Module, die sich flexibel in den Arbeitsalltag der Partner:innen integrieren lassen.

QuickCards®

Nach jedem OnDemand-Lernmodul erhielten die Teilnehmenden QuickCards® mit einer kompakten Zusammenfassung der zentralen Inhalte sowie konkreten Handlungsempfehlungen für das jeweilige Wirkungsprinzip. Damit wird sichergestellt, dass die Impulse aus den Modulen nicht abstrakt bleiben, sondern direkt wirksam werden.

Reflexionsdialoge & kollegiale Beratung

Ein zentraler Bestandteil des Programms war die Unterstützung der Partner:innen bei der Reflexion ihrer eigenen Führungsherausforderungen und beim Austausch von Erfahrungen zu den OnDemand Modulen. Die Reflexionsdialoge boten einen geschützten Raum, um Inhalte zu vertiefen, Perspektiven zu teilen und konkrete Handlungsoptionen zu entwickeln.

Die Wirkung von LEAD@Luther

1. Führung als strategischer Hebel
LEAD@Luther hat Führung von einer primär transaktionalen Aufgabe zu einem strategischen Faktor entwickelt. Partner:innen verstehen Führung nicht mehr als Nebenaspekt, sondern als Teil ihrer Rolle.
2. Hohe Beteiligung als Relevanzsignal
Die Teilnahme von rund 90 % am Kick-off sowie die anhaltend hohe Nutzung der Module und Peer-Dialoge machen deutlich: Führung wird nicht länger als ‚nice to have‘ betrachtet, sondern als unverzichtbares Thema anerkannt – selbst im anspruchsvollen Kanzleialltag.
3. Gemeinsames Führungsverständnis
Mit dem LEAD-Framework haben Partner:innen eine gemeinsame Basis geschaffen, um Führung kohärent zu leben. Wo Führung zuvor individuell und uneinheitlich ausgeprägt war, gibt es heute klare Prinzipien und eine Sprache, die Entscheidungen und Zusammenarbeit über Standorte hinweg leitet.
4. Klarheit im eigenen Führungsverhalten
Partner:innen führen heute bewusster: Delegation erfolgt strukturierter, Feedback wird regelmäßig genutzt, Verantwortung wird sichtbarer übernommen. Aus einer eher reaktiven Haltung ist ein aktives, selbstverständliches Führungsverhalten geworden, das in den Alltag integriert ist.
5. Führung schafft Orientierung
Teams erleben heute mehr Klarheit in Verantwortlichkeiten, transparenter kommunizierte Entscheidungen und ein verlässlicheres Miteinander. Wo zuvor Unsicherheit und unterschiedliche Erwartungshaltungen Reibung erzeugten, bietet Führung nun Struktur und Orientierung – ein entscheidender Stabilitätsfaktor im komplexen Kanzleialltag von Luther.

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